USA: Insolvenzwelle bei Bauträgern bedroht Banken
10.06.2010
Den amerikanischen Banken droht ein erneuter Rückschlag: Wurde die erste Krise ausgelöst durch überschuldete Privatinvestoren, so sind es nun die gewerblichen Investoren, die ins Wanken geraten. Verluste mit Hypotheken für Gewerbeimmobilien bedrohen vor allem mittlere und kleine Banken.
Besonders die im Boom gebauten Hotels, Appartementkomplexe und Einkaufszentren kämpfen mit Leerstand. Den Bauherren geht reihenweise das Geld aus. Anleihen, die mit Gewerbeimmobilien gedeckt sind, erreichten mit 8,42 % notleidender Papiere einen neuen Rekordstand. Wobei Experten sogar noch einen weiteren Anstieg prognostizieren. Denn die Verluste sind einer Studie der Ratingagentur Fitch zufolge weitaus höher als bislang angenommen.
Werteinbußen von 57% wurden allein für 2009 errechnet. Der schwierige Markt wird dafür als Ursache genannt. Bis 2011 sehen die Analysten keine Besserung. Für und 3.000 der 8.000 Institute steht damit die Existenz auf dem Spiel. Denn anders als Großbanken können sie Verluste aus dem Immobiliengeschäft nicht mit Gewinnen aus den Kapitalmarktgeschäften an der Wall Street kompensieren.