Die positiven Anzeichen für eine Erholung der Konjunktur mehren sich. Doch die Gefahr von Insolvenzen steigt weiter: Bis zu 50% mehr zahlungsunfähige Unternehmen werden für 2010 prognostiziert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung AT Kearney, die rund 285.000 bedrohte Unternehmen ausmacht. Das entspricht etwa 10% aller Unternehmen. Der Verband der Insolvenzverwalter VID teilt diese Einschätzung. Für 2009 dagegen wird nur mit 160.000 von Insolvenz gefährdeten Unternehmen gerechnet.Im Anstieg der Kurzarbeit liegt das Risiko.Auch wenn die Zahlen negativ beeindrucken: In Relation zu den Folgen der Rezession fällt der Anstieg moderat aus. Dagegen steigt die Zahl der Kurzarbeiter weiter drastisch an und die aktuelle Zahl von 1,2 Mio. wird sich weiter erhöhen. Unternehmen nutzen die Maßnahme zur gezielten finanzielle Entlastung dadurch, dass die Bundesagentur für Arbeit Lohn- und Gehaltskosten übernimmt. Exporte schwach, Wirtschaft schwach.Hinter dem kritischen Anstieg der Insolvenzen sieht AT Kearney die Exportabhängigkeit zahlreicher Industrieunternehmen. In rund drei bis fünf Jahren sehen die Experten das Vorkrisenniveau wieder erreicht. Weitreichende strukturelle Veränderungen werden die Weltwirtschaft bis dahin kennzeichnen.
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